Auf dem Computer sind Virenscanner längst nicht mehr wegzudenken und gehören wie selbstverständlich zur Standardausstattung jedes Systems. Deutlich sorgloser als mit ihrem Rechner gehen viele Benutzer mit ihren Handys ins Internet.

Immer mehr Hacker nutzen diese Tatsache aus, und verbreiten Schadprogramme, die speziell auf die Betriebssysteme von Handys zugeschnitten sind. Laut einer Statistik des Sicherheitsexperten Kaspersky hat sich die Zahl der Schadprogramme für Handys vom ersten zum zweiten Quartal 2011 verdreifacht: von 50 auf 150.

Betroffen sind besonders Handys mit Googles Betriebssystem Android. Eingeschleust werden die Viren durch Apps, die sich die Benutzer manuell auf ihre Handys laden.

Beispielsweise gibt es als Media Player getarnte SMS-Trojaner, die in der Lage sind, SMS an gebührenpflichtige Nummern zu versenden, ohne dass der Besitzer des Handys etwas davon merkt. Ein anderer Trojaner mit dem Namen ZeuS fängt SMS mit mTans für Online-Banking Transaktionen ab und leitet sie an einen externen Server weiter. Dadurch sind Kriminelle in der Lage, die mTan für sich selbst zu nutzen, und Geld von ihren Opfern auf ihr eigenes Konto zu transferieren.

Experten empfehlen Virenscanner für Handys
Experten empfehlen Anwendern vor allem, auch auf Handys entsprechende Sicherheitssoftware zu installieren. Im Android Market werden derzeit von verschiedenen Anbietern kostenlose Virenscanner zur Verfügung gestellt. Außerdem sollte darauf geachtet werden, welche Apps eine Verbindung zum Internet herstellen wollen. Wenn Handys befallen sind, dann reicht es in den meisten Fällen, die Geräte auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Kontaktdaten können davor gesichert werden.

Besitzer von iPhones sind weniger gefährdet
Relativ sicher sind momentan noch die Besitzer von iPhones: Bisher sind noch keine Schadprogramme gefunden worden, die für das Betriebssystem iOS programmiert sind. Im Gegensatz zu Google, wo die Apps ohne Prüfung in den Market aufgenommen werden, wird bei Apple jede App geprüft, bevor sie für den App Store freigegeben wird. Das bedeutet aber nicht, dass es auch zukünftig unmöglich sein wird, Schadprogramme auf Apple Handys einzuschleusen.

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