Auf dem Computer sind Virenscanner längst nicht mehr wegzudenken und gehören wie selbstverständlich zur Standardausstattung jedes Systems. Deutlich sorgloser als mit ihrem Rechner gehen viele Benutzer mit ihren Handys ins Internet.

Immer mehr Hacker nutzen diese Tatsache aus, und verbreiten Schadprogramme, die speziell auf die Betriebssysteme von Handys zugeschnitten sind. Laut einer Statistik des Sicherheitsexperten Kaspersky hat sich die Zahl der Schadprogramme für Handys vom ersten zum zweiten Quartal 2011 verdreifacht: von 50 auf 150.
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Apple hat mit dem iPhone eines der besten Smartphones mit einem der besten Handy-Betriebssysteme auf dem Markt. Doch Google hat aufgeholt und mit seinem Android den Markt im Sturm erobert.

Einer aktuellen Studie zufolge hat Google mit Android sogar mittlerweile Apple mit seinem iOS bei den Nutzerzahlen in den USA überrundet. Rund 26 Prozent der Smartphone-Nutzer in den USA sollen gemäß der Studie ein Handy mit Android-Betriebssystem nutzen. Das iOS nutzen hingegen ein Prozent weniger.

Stark am Verlieren ist RIM mit seinen Blackberrys. Zwar befindet sich der Hersteller RIM immer noch auf Platz 1 bei den Smartphone-Nutzern in den USA, musste aber deutlich Federn lassen. Mit über 33 Prozent befindet sich RIM allerdings immer noch auf dem ersten Platz bei den Smartphone-Nutzern in den USA.

Auch Android wird immer besser. Auf der CES wurde das aktuelle Android 3.0 Honeycomb vorgestellt. Google setzt hier voll auf Tablet-PCs und präsentiert eine schicke 3D-Ansicht seiner Menüs. Eine Vorschau gibt es zum Beispiel hier.

Vergleicht man allerdings das aktuelle Android 2.3 mit dem aktuellen iOS, so wirkt bei Apples Betriebssystem alles durchdachter und häufig auch funktionaler. Das mag daran liegen, dass bei Apple alle Apps sich an einem Design orientieren, das von Apple vorgegeben ist, während bei Googles Android jede App vollkommen andere Buttons und dergleichen haben kann.

Manch einem gefällt das, andere mögen lieber eine klare Linie.

Auch bei der Anzahl der Anwendungen unterscheiden sich die verschiedenen Handy-Betriebssysteme. Es ist deutlich festzustellen, dass auf dem Apple-Betriebssystem mehr Anwendungen aller Sparten verfügbar sind.

Bereits in den nächsten Monaten werden die ersten Geräte mit dem neuen Google Android 3.0 Honeycomb erscheinen. Google hat auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas einen ersten Blick auf das neue Android 3.0 gestattet.

Das neue Android 3.0 Honeycomb, zu Deutsch „Honigwabe“, erinnert ein wenig an die holografische Navigation in dem Film Minority Report.

Wie eine Art Honigwabe ist auch die Navigation in Android 3.0 aufgebaut. Angenommen die einzelnen Waben sind verschiedene Bereiche und man klickt auf einen dieser Bereiche, dann zoomt man dort hinein. Dabei kommt richtiges 3D-Feeling auf. Und auch die verschiedenen Anwendungen, von Google Maps bis zu YouTube, verstärken dieses Gefühl.

Google Android 3.0 Honeycomb wird bereits mit dem Motorola Xoom im Februar oder März in den USA ausgeliefert. Danach werden weitere Hersteller ihre Tablet-PCs auf den Markt bringen. Wann das in Deutschland der Fall sein wird, steht noch nicht fest, dürfte aber auch nicht lange auf sich warten lassen.
Wie Android 3.0 auf einem Smartphone aussehen wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Google betonte, dass das neue Android Honeycomb voll auf die Tablets zugeschnitten sei. Ob eine ähnliche 3D-Navigation auch bei Handys zum Einsatz kommt, muss also abgewartet werden.

Wenn man sich aktuelle Spy-Videos vom Playstation Phone anschaut, sieht man, dass es das neue Android 2.3 Gingerbread nutzt.

Scheinbar unterstützt Android 2.3 Gingerbread somit zukünftig auch Gamepads. Das Playstation Phone, welches von Sony Ericsson unter dem Namen Zeus oder Z1 entwickelt wird, dürfte eines der ersten Smartphones sein, welches von dieser Funktion Gebrauch macht.

Spiele wird man sich aller Voraussicht nach wie vor beim iPhone über einen eigenen Games-Store downloaden. Die Speicherkarten dürften damit zukünftig ausgedient haben.

Für die notwendige Rechenpower bei den Spielen wird ein 1-GHz-Prozessor mit 512 MB RAM und 1 GB ROM sorgen. Das Display soll etwa 4 Zoll groß sein.

Das Nexus S wird Googles erstes Handy, das ähnlich wie das iPhone eine eigene Plattform darstellen soll. In Zusammenarbeit mit Samsung hat man das Nexus S entwickelt und stattet es als erstes Handy mit dem neuen Android-Betriebssystem 2.3 Gingerbread aus.

Zukünftig soll es dann ähnlich wie beim iPhone auch Updates mit Funktionserweiterungen für das Nexus S geben, so dass man auch längere Zeit Freude an seinem Google-Handy hat.

Einen ersten Eindruck vom Nexus S erhält man im folgenden Video:

Das Nexus S verfügt über ein 4-Zoll großes Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 480×800 Pixel. Die Oberfläche des Glas-Displays ist mit einer fettabweisenden Beschichtung versehen, die Fingerabdrücke weitestgehend minimieren soll.

Ähnlich wie beim aktuellen iPhone befindet sind ein Accelerometer sowie ein Drei-Achsen-Gyroskop für eine optimale Bewegungssteuerung mit im Ausstattungsumfang.

Auch sonst ist die Ausstattung sehr umfangreich: Digitaler Kompass, Licht-Sensor, VGA-Kamera auf der Frontseite, 5-MP-Kamera mit Blitzlicht auf der Rückseite sowie Noise-Cancellation via Software. Die Standby-Zeit soll im UMTS-Netz über 17 Tage betragen und die Sprechzeit über sechs Stunden. Für die nötige Power sorgt ein 1-GHz-Hummingbird-Prozessor.

Da es sich um ein Google-Handy handelt, sind natürlich auch jede Menge Google-Apps mit an Bord: Android Market, Calendar, Gmail, Google Earth, Google Maps mit Navigation, Google Suche, Google Talk, Google Voice, Voice Actions sowie YouTube. Das Google Nexus S ist mit 16 GB internem Speicher ausgestattet.
Das Nexus S soll am 16. Dezember 2010 in den USA erscheinen. Wann es in Deutschland erscheinen wird, ist allerdings noch nicht klar.