Schon seit Jahren ist die Handystrahlung unter Verdacht Krebs auslösen zu können. Immer wieder gab es Proteste von Bürgern, auf deren Dächern die Handybasisstationen aufgestellt wurden und manch einer verzichtet sogar bewusst auf Handy, WLAN und Co. Nun gibt es neue Erkenntnisse der WHO zur Handystrahlung.

Wer ein Handy nutzt hat sicherlich auch schon mal gemerkt, wie es sich beim Telefonieren aufgeheizt und gleichzeitig auch das Ohr erwärmt hat. Viele haben dann ein mulmiges Gefühl, könnte doch die Handystrahlung gesundheitsgefährdend sein. Doch bei der Erwärmung handelt es sich eher um thermische Auswirkungen. Das Gewebe wird erwärmt, das kann aber auch passieren, wenn es draußen warm ist.

Andere Effekte könnten sich durch die Strahlung eines Handys ergeben. So wurde etwa festgestellt, dass viele Patienten mit Hirntumoren diese auf der Seite hatten, wo sie ihr Handy hielten. Ein unmittelbarer Zusammenhang konnte allerdings bisher nicht belegt werden. Man darf allerdings auch nicht außer Acht lassen, dass es das Handy noch gar nicht allzu lange gibt. Erst Ende der 90er wurde das Handy so richtig populär. Viele nutzen ein Handy also gerade mal zehn Jahre oder noch kürzer. Effekte könnten sich also auch erst später zeigen.

Die WHO hat die Handystrahlung nun untersucht und hat zahlreiche wissenschaftliche Belege ausgewertet, die den Verdacht erhärten, dass Handystrahlung durchaus krebserregend sein könnte. Die IARC (Krebsforschungsinstitut der WHO) hat die Handystrahlung auf „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. Der internationale Verband von Mobilfunkhersteller CTIA hat diesen Verdacht allerdings zurückgewiesen und festgestellt, dass die IARC in der Vergangenheit auch eingelegtes Gemüse und Kaffee so bewertet hat.

Wie dem auch sei, eine hundertprozentige Entwarnung kann es nicht geben. Gerade Intensiv-Nutzer sollten darauf achten das Handy möglichst selten beim Telefonieren am Kopf zu halten. Besser ist hier eine Freisprecheinrichtung, z.B. Kopfhörer oder eine Freisprecheinrichtung im Auto. Das Handy sollte dabei zudem so weit wie möglich entfernt vom Körper positioniert sein. Um ganz sicher zu sein, müsste man komplett auf das Handy verzichten. Aber wer will das schon?

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